Fund #100 lässt auf sich warten

Sonntagmorgen ist in der Regel ein großer Hundespaziergang mit angedockter Cachetour angesagt. So auch heute am 11.11. Und während an den üblichen Sonntagen morgens früh um 8 Uhr die Straßen noch verwaist sind waren heute bereits zahlreiche kostümierte Jecken unterwegs, die sich an den Haltestellen der Kölner Verkehrs Betriebe kanalisierten und ihren Weg zum Alter Markt in Kölns Altstadt antraten. Das sollte mich nicht weiter stören – dachte ich zunächst. Denn für den heutigen Tag galt es, den Zähler erfolgreicher Funde auf dreistellig zu setzen. Fund #100 stand an, und er sollte ein besonderer werden.

Ich hatte mir einen Letterbox-Hybrid Cache ausgeguckt, der im benachbarten Leverkusen nahe der KVB-Haltestelle begann. Die ersten Recherchen und Berechnungen waren schnell erledigt. Und im Umfeld der Karnevalisten und Jecken ließ es sich selbst mit Hund im Schlepptau ganz gut suchen. Lediglich ein aufmerksamer Mitarbeiter der Bahn, der die Haltestelle im Blick hielt, beobachtete irgendwann meinen Spießrutenlauf entlang der Bahnanlagen. Zu dumm, dass das Final ausgerechnet in unmittelbarer Umgebung der Haltestelle liegt. Und da mich spätestens jetzt, als ich auf einem stillgelegten Bahnsteig meine Runde drehte, der Aufseher der KVB zielgerichtet im Blick behielt war ein Zugriff absolut nicht möglich.

Um den Cache nicht zu gefährden entschloss ich mich, unverrichteter Dinge weiter zu ziehen und im nahegelegenen Wald lieber einen Tradi zu suchen. Die Situation an der Bahnhaltestelle war dann doch zu muggelig und den Cache zu heben wäre keinesfalls unbeobachtet möglich gewesen. Lieber also später noch einmal wiederkommen. Ich weiß ja nun, wo die Büchse zu finden ist 😁.

Der ausgesuchte Tradi war ein Small, sogar mit einem TB als Bewohner, der sicherlich gerne befreit werden wollte.

Als ich am Ort des Verstecks ankam entdeckte ich auf den ersten Blick tatsächlich eine hölzerne Box auf dem Waldboden, doch zunächst musste ich noch ein paar Hundemuggel passieren lassen, die auch gerade mit ihrem Vierbeiner unterwegs waren. Das Cacheversteck war jedoch gemuggelt. Da gab es keinen Zweifel. Ein umgebauter Vogelkasten. Vom Innenleben, geschweige denn vom Logbuch und dem eingebuchten Trackable keine Spur. Das ist scheinbar nicht mein Tag…

Fund #100 wollte nicht gelingen. Scheinbar nicht am 11.11. Doch einen Versuch würde ich noch angehen. Ein paar hundert Meter weiter war ein weiterer Tradi versteckt.

Auch hier war Geduld gefordert, denn weitere Hundemuggel waren unterwegs. Zeit also für meinen Vierbeiner mit seinesgleichen auf einer großen Wiese ein paar Runden zu drehen. Nachdem die Hunde außer Atem und im Anschluss dessen Halter weiter des Weges zogen arbeiteten wir uns einen Hang hinauf in Richtung der Zielkoordinaten. Und da ereilte mich die nächste Enttäuschung. Wir standen vor einer ca. 1 Meter hohen Mauer, dahinter eine Böschung die in einem Firmengelände endete. Für mich alleine wäre ein Sprung über die Mauer vielleicht noch drin gewesen, aber gemeinsam mit meinem Hund wollte ich nun nicht weiter.

Es war unser erster Sonntagmorgen überhaupt, den wir ohne Dosenfund beendeten. So lässt Fund #100 weiter auf sich warten. Und wir zogen unverrichteter Dinge wieder nach Hause und feierten den 11.11. auch so ein bisschen – ohne gefundenes Cache-Versteck.

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